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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und K u n ft r i c h t e r c y.

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tigste; cs wird dir andringendcr, wenn es, dir an-gemessen, dein Freund zur rechten Stunde fagct-Die Denkweise derer, die sich selbst lehrten, undderer, die durch einen lebendigen Vortrag nicht nurdenken, sondern auch sprechen lernten, bleibt ent-schieden auf ihr ganzes Leben; man Hort es einerSchrift an, ob und wie ihr Verfasser zu sich undandern sprach. Wer z. B. eine Spielerei von Wor-ten und Schemen auf die Redstühle schüttet, dieder Rede ans Volk, der klarsten, herzlichstenMensci)»n - Ansprache verständliche Wahrheit, mithinAthem und Macht rauben, hat er nicht dem Volksein letztes Mittel zur Bildung, das Wort, das un-mittelbar an Verstand ulid Herz spricht, genommen?Was ihut der Mann auf sener mit Schematismenumhangencn Rednerbühne?" fragt man. Er übtdie kritische Beredsamkeit, erWortspielet."

Von Jugend auf lasset uns in Menschen ihreedelsten Werkzeuae Vernunft und Rede vereint bil-den : denn durch sie ward das Menschengeschlechtmenschlich. Warum sprechen Naturvölker und Stan-de über den Kreis von Dingen und Geschäften, densie kennen, verständig, bestimmt, nachdrücklich, über-zeugend? Weil sic ihn kennen und Worte nie ohneSachen lernten, d. i. weil ihnen Geschäft Geschäft,nicht Wortspiel der Einbildungskraft ist oder je war.Lese man die Reden der sogenannten Wilden inAmerika; man erstaunt über den Verstand undWohlaustand, über die nachdrückliche Kürze, Ord-nung und Bestimmtheit ihrer Reden. Dagegen hörtdie verworrene Sprache unsrer halbgelehrten, unsrerfalsch pdec unreif gebildeten Stände an, zumal wenn