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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und K unstri chterey. Ig5

Spielen der Einbildungskraft sowohl als an oratori-schcr Kunst ist in ihr erschöpfet.

Der achten Beredsamkeit bleibt ihr Weg, wieihr Ziel unangetastet. Dicß ruft sie auf, jedesDing (sey's Sache oder Begriff, Geschäft oderRath) mit dem Nachdruck zu nennen und auszu-drücken, der ihm gebühret. So Vernunftlos eswäre, auf dem Fifchmarkt zu demosihenisiren, sowenig ziemt ein langweilig-schleichender Vortragdem Ohr einer Versammlung, in der Alle beschäf-tigt, erleuchtet, geweckt seyn wollen; sie hangen anden Lippen des Redners. Und er selbst weiß, wieweit seine Rede Platz greift, wie tief und weit siedie Aufmerksamkeit erfasset und fest halt. Festhal-ten muß er diese; oder sein Athem ist verloren.KeinSpiel" ist dieser Kampf mit der Trägheit,der Unbesonnenheit, der Gedankenlosigkeit, nochminder mit Voructheilen, Neigungen, Leidenschaftenvieler und vielarkiger Menschen ; sondern ein Kampf;ein Kampf für Vernunft, Sittlichkeit, Wahrheit.

Nichts weniger also als verrufen wollen wir dieStatten und Anstalten, wo sich noch einige lauteRede, z. B. zur Bildung des Volks erhält, woman nicht aus dem Stegreif hersagcn darf, wasdem Redenden einfällt, sondern überdacht, zusam-menhängend, mit Würde und Wohlstand gesprochen

haben, peosodilch gesammlet und geordnet»Unter dem Namen der kritischen Edda wirddas brauchbare Werk vielleicht erscheinen; es istMerkwürdig.

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