und Kunstric Hst ecey.
Redner Histrionen der Art gewesen, wissen wir ausmehreren ihrer überblicbenen öffentlichen Vorträge;die Gesetze derselben gierigen nus etwas anders alsein Spiel hinaus.
Wenn in den folgenden Jahrhunderten Bered-samkeit hieß, was gleichfalls Mißbrauch der Redegenannt werden sollte, wenn z. B. Ehrysosto-mus selbst, in Constantinopel dem Pallast undTheater zu nah, die athenische Rednerey nachahmte,und bisweilen den Tempel zum Theater machte, wersichet nicht, daß er den Geist der Sachen, die ervortrug, eben so sehr, als den Zweck, auf den erwirken sollte, verkannte? Wenn die französischeHof- und Parlementsberedsamkeit aus ihren Schran-ken trat, und sich einen Wortflittcrstaat erlaubte, somißbrauchte sie der Rede und ihres Platzes, wie diebrittische, wenn über Geschäfte des Staats sie einSpiel der Affekten wird, oder erkauft heuchelt. Lau-ter Mißbräuche, die in einer Übeln Verfassung desStaats lagen, und sich selbst straften. Wer unterden Deutschen liefet jetzt die weiland französischenHofrcdner? Ihre Hofredneren ist uns so unbrauch-bar, wie unsres wohlfeilen Lünigs Staatsrednereyuns langweilig-albern und abgeschmackt vorkommt.*)Einkönig und geziert sind allerdings auch die meistenBewiilkommungsreden der französischen Akademie;sie mußten cs seyn, weil man gesetzlich den Vvr-
*) Großer Herren, vornehmer Minister und anderergroßen Männer gehaltene Reden. Leipz. 1.70g. 6Lh-ile.