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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Von Kunst

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das eigentlich nichts heißt, als eine leichte Be-wegung.*)

Der leichten Bewegung unsres Körpers eigneteman das Wort vor andern zu, und eben Key denschwersten Bewegungen ward von Ringern, Fechtern,Jagern das Schwerste in ein Leichtes, d. i. inein Spiel verwandelt. **)

Wem kam diese leichte Bewegung mehr zu alsden Gcbchrdcn- und Saitenspielern? daher sie sich,je schwerere Dinge sic schnell und leicht darstclltcn,desto mehr des Worts Spiel bedienten. ***)

Auf die leichte Bewegung der schwersten Kunst-maschinen sogar gicng das Wort über. So warddann das Spiel der Redner, das Spiel der Affek-ten, der Action, der Kriegsmaschinen, Kanonen undBomben (Is jsu clss inaclciiass, clss pmssioris,cls 1'actlorr, clss looinloss u. f. ein Kunstaus-d r u c k.

In diesem Verstände spielt der Dichter aller-dings und laßt spielen, Leidenschaften, Charaktere,Gebehrdcn: denn daß er in seiner energischen Kunst

das Schwerste auf die leichteste.'Art bewirke, ist al-

*) So sagen wir: die Lüste, die Lichtstrahlen, die

Farben, die Flamme spielen.

*>) Daher die Ausdrücke unsrer Vorfahren: mit Schwerd-tern, Vögeln, Würfeln, Fäuste» spielen; dasFeder-, Wind-, Jagd-, Turnierspiet u. f.

Saitenspiel , Gcbchrden - Possen- Gaukelspiel,Schauspiel u. f.