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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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geführt, als ob es blos einSpiel der Ideen" scp,um die Zuhörer zu unterhalten? Und ihr andernkrnsten Ucedrier der Griechen, ibr Römer, die Eice-ro's Orator und das spatere Gespräch vom Verfallder Beredsamkeit so strenge inusiert, du selbst,Tullius, wußtest es nicht, daß die Beredsamkeitein Spiel mit Ideen sey, um die Zuhörer zu un-terhalten, die Kunst, ein Geschaht des Verstandesals ein freies Spiel der Einbildungskraft zu betrei-ben ; " Quintilian auch nicht; und du, guterSokrates, der. über manches kleine Wortgcschwatzdie Sophisten ironisch zusammentrieb, du gar nicht.

Der Dichter kündigt bloß ein unterhal-tendes Spiel mir Ideen an, und es kommtdoch so viel für den Verstand heraus, alsob er bloß dessen Geschäft zu treiben die Absicht ge-habt hatte." Und daßdoch so viel" herauskäme,griff er vielleicht in einen Eluckstopf? Seinen Kopf,den Glückskopf schüttelte er so lauge, bis durch einZusammentreffen der Ideenim freien Spiel derEinbildungskraft so was für den Verstand hecaus-kam, das aussah, als sey es ein Geschäft des Ver-standes. "

Der Redner giebt also zwar etwas, was ernicht verspricht, nämlich ein unterhaltendes Spielder Einbildungskraft; aber er bricht auch dem et-was ab, was er verspricht, und was doch sein an-gckündigtes Geschäft ist, nämlich den Verstandzweckmäßig z» beschäftigen. Der Dichter dagegenverspricht wenig, und kündigt ein bloßes Spiel mitIdeen an, leistet aber etwas, was eines Geschäfteswürdig ist, nämlich dem Verstände spielend'Nah-