7 »
V o m 7t n genc h m e n
über empfindlichen Oberfläche, von deinem Munde,deinem Gaum weiß ich nichts; mit struppigen Fe-dern bedeckt, mit Schnabel und Klaue bewaffnet, be-rübre ich deinen Erdboden kaum, gehorchend in mei-ner Region andern Sinnen und Trieben. Blick undGeruch schaffen mir eine Welt; für sie bin ich ge-bildet." So sprach er mit dem Elephanten, demPapagei, dem Walisisch; sie sprachen alle aus i h-r e r Welt, aus ihren Elementen.
7t. Und doch sprach immer nur Er, der Menschin ihnen; im Namen Aller führt der Mensch dieseGespräche. Er setzt sich, so weit ec kann, in jedeNatur, und wo ihn durch dunkeln Abscheu oder durchungehörige Annäherung zu sich die Sinnlichkeit nichtverlockte, wird er ein Beurtheilec der Welt, ein Rich-ter ihrer Wohlgestalt und Schönheit. Sieh, da flat-tert eine Fledermaus; was sagte sie dem Morgen-länder ?
B. „Aus dem Ehor der Vögel in die Schaarsaugender Erdcmütter verbannt, zischte sie, bin ichein Doppelgeschöpf zweier Naturreiche, zur Regionder Finsternis; gehörig. Schwarz wie die Nacht, undmit allen leisen Fühlbarkeiten der Nacht begabet, sitzeich in meiner Dunkelheit und rausche hervor, furcht-samkühn, in ungcwißscheuem Fluge. In diesem Flu-ge suche und scheue ich das Licht, mit einer unglück-lichen Anhänglichkeit an Menschen und Thiere ge-straft, sie zu schrecken und auszusaugen."
E. Ein Doppelgeschöpf zu zweyen Reichen unddazu noch zu der uns furchtbaren Region der Nachtgehörig, ist also »ins doppeltem Grunde uns häßlich.