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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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32 Vom Angenehmen

des Auges fehlet; seine Wohlgestalt, eine auf sichselbst gegründete Konsistenz der Wesen ertastet er sichlangsamer, ruhiger, aber vielleicht sichrer, fester.

A. Sammlen wir diese Grundbegriffe, was fürein Resultat geben sic?

C. Das einfachste, das wir denken können:denn die Natur handelt in Allem sehr einfach.Wohlgestalt, gefällige Form der Körperist eine Verbindung ihrer Theile zu einem Ganzen,zu dem Ganzen, das dieser Körper seyn soll, sofernsie unseren tastenden Gefühl oder nnserm Auge, dasdem Finger unendlich zarter nachtastct, ein sanf-tes Gefühl ihrer Ein - und Zusammen-stimmung geben. Wohlgestalt ist uns einegefällige Fassung und Zusammenordnung der Theileeines Körpers zu seinem Ganzen. Da nun aus glü-he und Bewegung die Harmonie der Natur zusam-mengesetzt ist: denn der Körper soll i n sich be-

stehen, und die ihn constiruirenden Kräfte sollenaus sich wirken: so kann man ihn wie im

Streit der Elemente empfangen, nachdem sich diesefriedlich geschieden und in Biegungen umgrenzet, inseiner Bestandheit gleichsam aus Ruhe und Bewe-gung zusammengesetzt denken. Je naher der geradenLinie, desto mehr bezeichnet seine Gestalt Festig-keit; je biegungsrcicher oder gebogner seine For-men, desto mehr, auf- oder abschwingend, sind sieAusdruck seiner Bewegbarkeit. Da aber auch diesenicht ohne Mittelpunkt, ohne Achse oder Brenn-punkt seyn können, so ordnet sich die Eurythmi eder so verschieden gestalteten Körper nach dem Um-fange ,