beyde sich einander nähern, und gleichsam verschmelzewerden sollen, so daß jener von seiner festen Unbe-weglichkeit, dieser von seiner leichten Allbcweglichkeitgleichviel aufgebe; was wird werden?
E. Ein Oval in einer sanften Ellipse. Es hatBeweglichkeit, aber nicht nach allen Seiten gleich,wie die Kugel; nicht in Einer einzigen Richtung,
wie die Walze. Das Ei walzt sich und ruht, ein
mit sich selbst beschlossener Raum, geweitet gleichsamzu einer stillen Entwicklung. Seine längere Axe istdie Linie seiner Festigkeit, die kürzere sein Diameterder Bewegung, die schönsten Proportionen sind in
ihm dem Auge sichtbar, der tastenden Hand be-
greiflich.
A. Wollen wir von zwey gegebnen Punkten ei-nen Bogen aufführen, der sich selbst haltund traget, was wird?
E. Eine Cykloide; je leichter sie sich halt, de-sto schöner. Aufgethürmt wird sie eben so schweranzuschen, als gefährlicher und unsichrer zu ihremZweck, den sie bei wachsender Aufthürmung kaummehr erreichet.
A. Von zwey gegebnen Punkten lassen wir ei-nen Körper hinunkerfließen, der sich selbst tra-ge, was wird er?
E. Eine Eykloide. Zerrt man die in sich selbstschwebende Blumenkette, so zerreißt sie, oder machteine spitze unangenehme Gestalt.
A. Wie die Gestalt in Ruhe, so in der Bewe-gung. Schlagt man ein gespanntes Seil, was er-folgt ?