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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und Schönen.

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wo diese aufwallende emporsieigende Bewegung sichzeigt, auch diese Linie finden?

E. Allenthalben, nur nach dem Maas der Be-wegung, nach der Beschaffenheit der Körper und Ele-mente verändert. Auch der Rauch, die Dünste, stci»gen also auf. So die Wellen des im Sturm ko-chenden McereS; so in sanfteren Umrissen der Kelchder Blume, so die Knospe, so die schönste Knospe,die Rose

A. Und diese aufsteigende Bewegung ist jeder-mann verständlich?

E. Sehr verständlich in allen Gestalten. Wieman weiß, daß die Spitze sticht, das Eckichte stößt,das rauhe reibt, der Keil spaltet: eben so begreift

sich das Sanftaufstcigende und Mederfliessende, dassvelto.

A. Für eine schöne Sache, ein schöner Name.8ve1tc> ist gleichsam sveZIiato, aus der Ruhe ge-weckt, aufstrebend; wogegen die gerade Linie festund starr, aber sicher stehet oder lieget. Alle Liniender Schönheit werden sich also zwischen derKreis- und geraden Linie finden, und jedein dem Maas, als sie an Festigkeit oder an Bewe-gung Theil nimmt, auch jener oder dieser sich nä-hern ?

E. Jede. Um je mehr sich die Linie der gera-den nähert, um so standhafter und schwerer wird sic;je leichter sie sich schwingt und forlschwingt, destoausdrückender wird sie für Bewegung. Vorausgesetzt,daß sie nicht als bloßes Spielwcrk allein, sondern alsNatur der Sache an Körpern oder Figuren erscheine-