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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Vom Angenehmen

tige Repuls der Natur, der Jedes Lebendige vonseinem plötzlichen Verderben zurückscheuchet.

U. Jedes Lebendige?

C. Jedes Lebendige liebt sein Leben und ver-abscheut seine Auflösung. Daher die Seyendes flüchtigen Rosses vor dem tobten oder auchnur ächzenden, gequälten Roß. Daher dochwer könnte aus der ganzen lebenden Schöpfungdiese Gefühle des Abscheus, wirksame Stacheln zuErhaltung des Lebens und Wohlfeyns, hernennen,herzählcn?

A. Was sagen wir nun? Gnügt uns die Er-klärung des Angenehmen, daß es den Sinnen inder Empfindung gefalle, auch wenn wir von allemDisputat des Urtheils, warum es gefalle, abstän-den?

E. So löslich und gefällig hat uns die Naturnicht gehalten, daß unsre gestimmte mächtige Sinn-lichkeit blos mit Gefallen und Nichkgefal-len afsicirt werde, und in diesem Traghimmelschwebe. Im Angenehmen und Unangenehmen zie-het und knüpft sie die Bande fester.

B. Das holet die Kritik selbst nach. Siespricht:das Wohlgefallen am Angenehme» ist mitInteresse verbunden. Daß mein Urtheil übereinen Gegenstand, dadurch ich ihn für angenehmerkläre, ein Interesse an demselben aus-drücke, ist daraus s rhon klar, daß es (das U r-thcil) durch Empfindung eine Begierde nach der-gleichen Gegenständen rege macht, mithin dasWohlgefallen, nicht das bloße Urtheil über ihn,