I. Vom Angenehmen der untern Sinne.
B.
Angenehm, spricht die Urtheilskraft,ist: „was den Sinnen in der Empfindung gefallt." *)A. Gefallen setzt ein Urthcil voraus; ur-thcilt der Sinn in der Empfindung? Also werdenwir wieder rückwärts gehen und sagen müssen: un-fern Sinnen gefallt, was ihnen angenehm ist,«der wir müssen ein schicklicher Wort wählen.
") S. 7. Sie rügt dabei „eine ganz gewöhn-liche Verwechselung der doppelten Bedeutung, diedas Wort Empfindung haben kann, underklärt es durch «ine „objektive Vorstellung derSinne unter dem sonst üblichen Namen Gefühl.Die grüne Farbe der Wiesen gehöre zur objec-tiven Empfindung, die Annehmlichkeit derselbenaber zur subjektiven Empfindung, wodurchkein Gegenstand vorgestellt wird." EineBenennung, die vom Sprachgebrauch wie von derNatur abweicht. Objektive Empfindung sagt nie-mand, denn jede Empfindung ist subjektiv,d.i. im Empfindenden, nicht im Object; es sei)grüne Farbe, die gewiß nur in meinem Auge ist,oder sonst etwas. Lbjective Empfindungen findA 2