Vorrede.
XI
heit. Wer Mensch ist, trägt sie in sich; er darfzu Menschen über ihren Gebrauch und Misbrauchreden.
An die Quelle der Misbräuche mußte sichalso die Metakritik halten, an die Kritik selbst;nicht wollte, noch konnte sie jedem Bach oderBächlein nachlaufcn. Nehmen doch diese Bächeund Bächlein einen so vcrschiednen Lauf, daß sieselbst nicht wissen, wohin sie sich in der letztenPotenz verlieren mögen.
Auch nur in Gegensätzen konnte sich die Me;takrilik der Kritik nachstellcn, ohne diese Gegen-sätze zu einem System zu binden: denn vomDruck des kategorischen Despotismus wollte siebefreien, nicht aber ein neues Wortjoch außegen.In jedem Leser seine Metaphysik wecken, woll-te sie; deshalb analysirte sie die Begriffe in undaus der Sprache. Die Sprache der Menschenträgt ihre Dcnkformen in sich; wir denken,zumal abstract, nur in und mir der Sprache.Habt Ihr zu euren Anschauungen, wie Ihr sagt,eigne Schemare nvthig, ko laßt uns unsre Spra-che unverwirrt, und erfindet euch Ziffern, schema-tisirr tibetanisch. Der Gesamimgeist aller kulti-virken Volker Europa's hat Ein philosophischesIdiom; von Plato und Aristoteles reichtes zu Locke und Leibnitz, zu Condillacund Lcssing. Ein Rottwelsch, das mit Jeder-mann - verständlichen Worten neue Nebelbegriffeverbindet, ist und bleibt Rottwelsch; es kann
tk ,