dec Humanität. 3,„')
zu; der unsre scy menschlich, von thätigekGüte begleitet. Blicke umher. Wie viel wabre undächte Wissenschaft ist ungebraucht in der Welt! wieviel Verstand liegt unterdrückt und begraben! wieviel andrer wird gemißbrauchet! Scheinwabrheit,starres Vorurtheil, heuchelnde Lüge, trage Lust,vernunftlose Wülkühr verwirren unser Geschlecht.Ein gestärkter großer und guter Willealso, Uebungen von Jugend auf, Kampfpreiseund Gewöhnung, daß uns das Schwerste ;umLeichtesten werde, und vor allem jenes unerläßlicheBestreben nach dem No t hwendigen, was unserGeschlecht fodert, mit Vorbeilassung alles Entbehr-lichen und Schlechten; sie allein können den Ver-stand zum Guten geltend machen, ihm auf-helfen und das Werk fördern. Wie lange habenwir uns mit dem Unnützen beschäftigt? Zeigen unsnicht Jahrtausende der Menschengeschichte unfern Un-verstand, unsre kindische Trivialität und Feigheit?
Einheit unsrer Kräfte alfo, Vereinigung derKräfte mehrerer zu Beförderung Eines Ganzen imWohl Aller — mich dünkt, dies ist das Problem,das uns am Herzen liegen sollte, weil Jedem essein innerstes Bewußtseyn wie sein Bedürfniß stilleund laut saget.
„Gesetzgeber, Erzieher, Freunde der Mensch-heit, sagt ein edler Mann unsrer Nation *), lasset
*) klssai snr la Science!, i?g6 vom Herrn Coad-jutor (nun Fürst Primas) von Dalberg. In