Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
Seite
398
Einzelbild herunterladen
 

Briefe zu Beförderung

898

Radicalübcl greift die Wurzeln on z sie tragen denBaum mit Gipfel und Zweigen.

Das Werk ist groß; es soll aber auch so langefortgesetzt werden- als die Menschheit daurct; esist das eigenste und einzige, das belohnendstc undfröhlichste Geschäft unsres Geschlechtes.

Und wie wird dies Geschäft betrieben? Blosdurch Erweiterung und Verfeinerung der Ver-standest raste? Intelligenz ist des Menschenedler Vorzug, das unentbehrliche Werkzeug seinerBestimmung. Wissenschaft alles Wissenswücdigen,Verstand alles Brauchbaren, Schönen und EdelNist erleuchtender Sonnenglanz in der dunkeln Dunst-kugel der Erde; er darf und Muß sich soweit er-strecken als er sich erstrecken kann; vom letzten Ne-bclstern über die gestimmte Natur an die Grenzender werdenden Schöpfung.

Verstand ist der Gemeinschatz des menschlichenGeschlechts; wir alle haben daraus empfangen,wir alle sollen unsre besten Gedanken und Gesin-nungen hincintragen. Wir rechnen mit Eombina-tionen der Vorzeit; die Nachwelt soll mit unfernCombinationen rechnen, und allerdings geht dieserEalcul ins Große, Weite, Unendliche hinaus. WerunternimMts zu sagen, wohin das Menschengeschlechtin seinen fortgesetzten, auf einander gebaueten Be-mühungen gelangen könne und vielleicht gelangenwerde? Jede neuerlangte Potenz ist die Wurzel zueiner zahllosen Reihe neuer Potenzen.

Verstand indessen thuts nicht allein; auch denDämonen schreiben wir einen dämonischen Verstand