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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
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der Humanität. 38?

der unangestrengte milde Sinn d e r Men sch h e i t.Unbefangen siehet dieser alle Volker und zeichnet je-des auf seiner Stelle, nach seinen Sitten undGebrauchen. Unbefangen erzählt er die Begebenhei-ten / und bemerkt, wie allenthalben nur Mäßi-gung die Völker glücklich Mache und jeder Ueber-inuth feine Nemesis hinter sich habe. DiesMaaß der Nesiesis, nach feineren oder größe-ren Verhältnissen angewandt, ist dev einzige undewige Maa'ßstab aller Menschengeschichte.

Was du nicht willst, das dir geschehe, dasthue keinem andern;" die Rache kommt, ja sie istda, bei jeder Verirrung, bei jedem Frevel. AlleMißverhältnisse Und Unbilligkeiten, jede stolze An-maaßung, jede feindselige Verhetzung, jede Treu-losigkeit hat ihre Strafe Mit oder hinter sich; jespäter, desto schrecklicher und ernster. Die Schuldder Väter häuft sich mit zerschmetterndem Gewichtauf Kinder und Enkel. Gott hat den Menschennicht erlaubt, lasterhaft zu seyn, als unter demharten Gesetz der Strafe.

Wiederum belohnt sich auch in der Geschichtedas kleinste Gute. Kein vernünftiges Wort, wasje ein Weiser sprach, kein gutes Beispiel, keinStrahl auch in der dunkelsten Nacht war je ver-kehren. Unbemerkt wirkte es fort und that Gutes.Kein Blut des Unschuldigen ward fruchtlos vergossen;jeder Seufzer des Unterdrückten stieg gen HimmelUnd fand zu seiner Zeit einen Helfer. Auch Thta-Nen sind in der Saat der Zeit SaaMenkörnet derglücklichsten Ernte. Das Menschengeschlecht ist Ein

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