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Zur Philosophie und Geschichte Theil 11 (1820) Adrastea ; 3
Entstehung
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der Humanität.

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Die klügste Geschichte dieser Art ist die käl-teste, etwa wie Machiavell sie trieb und ansah.Auch sie vergißt Recht und Unrecht, Laster und Tu-gend, indem sie, rein wie ein Geometer, den Er-folg gegebener Kräfte ausmißt und förtgehend einenPlan berechnet.

Daß aus dieser machiavellschcn Geschichte,wenn sie scharf sichet und richtig rechnet, viel zulernen sey, ist keine Frage. Beschäftigt sie sichnicht mit dem verflochtensten, .wichtigsten Problem,das unserm Geschlechte vorliegt? Men schen-kt'afte im Verhältnis ihrer Wirkungenund Folgen.

Wäre nur dies Problem auch rein aufzulösen!Auf dem Schauplatz der Erde, selbst in ihren enge-sten Winkeln lauft so Vieles durch einander; gegen-seitige Kräfte stöhren einander, und in alles mischensich Umstände, Zeit, Glück, der tausendarmige Zu-fall. Der Klügste ward hintcrgangen; der Beson-nenste verfehlte seinen Zweck. Also wird diese Schu-le des Unterrichts oft eine Rvmanschule, daman dem glücklichen Helden Klugheit leihet, die ernicht hatte, und von schimmernden Erfolgen nacheinem falschen Ealcul rückwärts rechnet; oder siewird, wenn die besten Kräfte durch einen Zufallmißrathen, eine niederschlagcnde Lection, eine Schu-le der Verzweiflung. Ucberhaupt aber machtdieser Wetzstein der Klugheit das Gemüth leicht zuscharf, zu schartig.

Wer kann Machiavells Prinzen ohneSchauder lesen? Wenn ihm auch alles gelange,