372 Briefe zu Beförderung
ihnen nicht einmal zu Theil wird, aufgcopfert wer-den. Handel soll, wenn auch nicht aus den edelstenTrieben, die Menschen vereinigen, nicht tren-nen ; er soll sie, wenn gleich nicht im edelsten Ge-winn , ihr gemeinschaftliches und eigenes Interessewenigstens als Kinder kennen lehren. Dazu ist dasWeltmeer da; dazu wehen die Winde; dazu fließendie Ströme. Sobald Eine Nation allen andern dasMeer verschließen, den Wind nehmen will, ihrerstolzen Habsucht wegen; so muß, jcmchr die Ein-sicht ins Verhältnis der Völker gegen ein--ander zunimmt, der Unmuth aller Nationen ge-gen eine Unterjochen» des freiesten Elements, gegendie Nauberin jedes höchsten Gewinnes, die anmaßendeBesitzerin aller Schatze und Früchte der Erde er-wachen. Ihrem Stolz, ihrer Habsucht zu dienen,wird kein fremder Blutstropfe willig fließen, jemehr der wahre Satz eines vortrefflichen Mannesanerkannt wird, „daß die Vorth eile derhandelnden Machte einander nichtdurch-kreutzen, und daß diese Machte von ei-nem gegenseitigen allgemeinen Wohl-stände, und von der Erhaltung einesununterbrochenen Friedens vielmehrden größeslcn Nutzen haben würden
') Pinto über die Handelßeifersucht; übersetzt in derSammlung von Aufsätzen, die größte n-tHeils wichtige Punkte der Staats-wissenschaft betreffen. Liegnitz, 1776.Der Verfasser erstgenannter Abhandlung hat ihrfolgende Stelle aus B uffon vorgesetzl: „Diese