Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
Seite
489
Einzelbild herunterladen
 

des vergangenen Jahrhunderts. 489

herrschet, allmählich zu ihr gelanget, und hatte sich,da ihm dieser Umgang (ein Gedankcnspiel, eine See-len- und Gemüthsdichtung) angenehm war, daringe üb et. Deshalb zog er sich in die Einsamkeit,und befand sich also in seinem Himmel; Organ undEonfabulist der Engel und Geister, ihr idealischerMitbruder. Den Zustand, in dem er sich dabey be-fand , hat er selbst treu geschildert.

Er war von dreyfacher Art: der gewöhnliche,

ruhige, indem er mit Geistern sprach, diese vor ihmund neben ihm erschienen, oder in Thcilcn Seinerselbst fühlbar wurden. Der zweyte seltnere, eine Ent-zückung , in welchem alle Sinne bis aufs Gefühlaußerordentlich lebhaft wirkten. Der dritte, da erVom Geist fortgerissen, in schneller Zeit unzabligeLcrter und Gegenstände sah; der seltenste. Alledrey Zustande kennen wir nicht nur aus Traumenund Krankheiten, sondern auch gesund und wachendaus Zuständen, in denen unsre Phantasie lebhaftwirket, Swedenborgs Himmclsgcheimniß war, daßer diese Phantasieen, bey ihm aus seinem innerstenSeyn entsprungen, mit Ueberzeugung sah und glaubte;diese Ueberzeugung realisirte ihm die Erscheinungenim Innern, und stellte sie gegenwärtig den Sinnendar. Himmel und Hölle waren aus und in ihm;eine Interim rriaZIoa. seiner eignen Gedanken.

Sehr getauscht sinken sich also alle, die in die-sen Gesichten Ausschlüsse für ihre Neugierde suchen;z. B. was Sokrates, Cicero, Luther u. f. mit Swe-denborg gesprochen haben mögen. Alle sprechen ausund wie Ec; wie er aus seinem Innern hinaus siesprechen machte. Also durchaus eintönig; daher dasLesen dieser Schriften so sehr ermüdet. Vertraute