des vergangenen Jahrhunderts. gLl)
Güte und Wahrheit. Der Styl seiner Schriften istschmucklos; oft sehr naiv erzählt er die Unterhaltungmit diesem und jenem Geist, und deren Wirkungauf ihn; von einem Truge, den Er andern wis-sentlich machen wolle, ist, wenn man ihn hört,nie die Frage.
„Mithin war Swedenborg ein Selbstbe-trogner?" Das war er. Da aber dies Wort baldgesagt ist und ähnliche S el b s tb e tjr ü g e, d. i. Miß-brauche der Phantasie in Köpfen nisten, wo manes kaum erwartet, so lastet uns an diesem berühm-ten Beyspiel der Quelle des Betruges naher treten.Swedenborgs treue Relation in allen seinen Schriftengiebt uns darüber warnenden Aufschluß.
Psychologische Erklärung der Sweben-borgschen Geschichte.
1. Von Jugend auf denken wir in Bildern;Worte bringen Gestalten vor unser Auge. Diesebildererweckende Kraft nennen wir Phantasie,ohne welche aber auch der Verstand nicht wirket.Glücklich, wenn sich früh und immer wahre Ge-stalten eindrücken, nicht Phantome, nicht falscheDenkbildcr geschriebner Worte.
2. Die bilderschaffende Kraft in uns und Keyandern ins Spiel zu setzen, haben wir ein eig-nes Vermögen. Dichter thun es, Mahler, Ton-künstler , Redner. Ihre Kunst führet darauf, undist daher erwachsen. Wer keine Idole hervorbcingen
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