des vergangenen Jahrhunderts. 385
nen Leibnitz Definitionen sammlen lassen, und siemit Merkmalen der Abänderung unter Klassen brin-gen wollte; ein philosophischer O r k is zo i o-ius. Nach der Klassifikation und Organisationeines Leibnitz wäre dieser allerdings sinnreich gewe-sen; er bätte auch den Nutzen geschafft, daß mannicht mehr an den Ncbcnbegriffen des erlerntenWorts, (dergleichen in allen Sprachen, oft sogarindividuell säst unvermeidlich sind,) gehangen; manhatte statt der Seele, des Geistes, der Naturu. f. das Bild oder Zeichen angesehen, und damitweiter gcbildcrt oder gerechnet. Ob man damit inder Wissenschaft oder im reinen Denken weiter ge-kommen wäre, und nicht Vorurtheile, die am Wortkleben, mit Ncbenbegriffen, die am Zeichenhaften, vertauscht hatte? Ob alle wissenschaftli-chen Nationen und Schulen sich entschlossen Härten,dies Zeichen - oder Bilderbuch anzunehmen und nrdessen Form zu denken? Ob cs überhaupt geförderthatte, die menschliche Seele einer freyen Kombina-tion der Gedanken mittelst eigenen, auch neuen Ge-brauchs der Worte zu entnehmen, und vor eineB ild c r t a f e l der Kindheit zu stellen?bliebe die Frage. Gnug, der verständige Leibnitzsäumte mit diesem Werk nicht vergebens; wir fin-den auch nicht, daß er je mit Ernst daran gegan-gen sey. Es war ein Jugcndgedanke. Nur höchstausgemachte Wahrheiten und Beschaffenheiten derDinge lassen sich in solchen Typen verzeichnen;und auch unter diesen ist vielleicht nichts fcsibe-stimmbares in der Natur als Verhältnisse.Diese aber haben schon ihre Zahlen und Zeichen.Die Natur- und Kunstgeschichte will Darstel-Herders Werke z. Phil. u.Gesch, IX. B b I.