des vergangenen Jahrhunderts. 383
Sammlung der Sprachen äußerst trage ge-macht, und kaum noch genutzt ist; Er griffe gewißzu dem Werke. Durch die Russischen Reisen inNordasien, und durch das Werk Ka th n rin a ' Sder Zweyten selbst, durch die fortgesetzten Be-richte aus China, die Forschungen der Engländer inIndien, Andrer in Tibet, Persien, Arabien, Aegyp-ten, Afrika, Amerika, endlich der Südwelt ist ein Baumvon Sprachen aufgestellt, dessen Aeste und Zweigeder Forschungen des kommenden Jahrhunderts gewißwerth sind. Mit jedem Forscher des verlebten Sä-kulumsi würde Leibnitz sich gesellet, und sogar keinenHandlanger würde Er verachtet haben. Der Präst-dent de Brosses, Klopstock, Popowitsch,Suhm, Ihre, Büttner, Förster, Fulda,Monboddo, Bardon *)u. f. wären ihmFreunde gewesen. Als in der Societät der Wis-senschaften zu Berlin sein ursprünglicher Plan wie-der austebte, hatte er am Ende deL Jahrhundertsvielleicht, wie Linn« seine Naturreiche, ein Sy-stem der Volker nach Sprachen undBildungen geordnet. Was das vergangeneJahrhundert versäumte, wird das künftige geben.Auf guten und bösen Wegen wächst die Kennt-niß der Volker der Welt und mit ihnen der Spra-chen.
Die Geschichtschreiber mittlererZeiten, die Leibnitz heraus gab, haben zahlreiche
*) dsev View ok tbe Orizin, ok rlis l'rides anädlLiions ok Lmeric» k>v R»rtc>u. kbdlsäsl-pliis, I7a8.