37^ VI. Wissenschaftliche Ereignisse und Charaktere
Justification, der Kern der Gesetze selbst, unldas neugeordncke Rcchtscorpus beygefügt wer-den sollten. Es kam abermals nicht zu Stande, je-die treffliche Idee selbst ruhte beynahe ein Jahrhun-dert, bis ein philosophischer Nechtslehrer sic aufnahmund verfolgte *). Den» in der Nechtsgelehrsamkeithalt der bctretne Weg fester, als irgendwo anders;oder jeder Lehrer sucht sich selbst eine eigne Straße.Für viele damals ward der von Thomasius eröff-nete, von Leyser u. a. weiterhin verfolgte Wegdes populären Raisonnements der königli-che Heerweg; und auch dies hatte sein Gutes mit sich.Die Rechtsgelahrtheit und der sogenannte deutscheVerstand hielten einander wenigstens die Waage.
Höher und weiter schwang sich Leibnitz Geist,als er seinen Codex des allgemeinen Völ-kerrechts mit Diplomen ans Licht stellte; in ihmward er wirklich ein Lehrer der Völker. Wie er imNaturrecht den schlaffen Grundsätzen Pu ffe nd o rfsentgegen arbeitete, und dasselbe nicht blos auf Machtund den Willen des Obcrherrn, sondern auf die ewigenPrincipicn des Rechts und der Vernunft gründet; soführte er diese auch in das sogenannte willkührlicheRecht der Völker, dem er sogar in der christlichen Re-publik ein göttlich-positives Recht beyfügte.Das Ansehen, das er hiebe» dem Kaiser als
) Hr. Prof. Hugo in Göttingen. S. dessen civi-listisches-Magazin, civilistisches Lehrbuch, u. f..