des vergangenen Jahrhunderts. 879
einem Haupt dieser Republik beylegt, hat-te aus der Geschichte und Verfassung der dunkelnJahrhunderte Europa's Vieles für sich: denn aller-dings hat sich die christliche Republik unterRom und sogenannt - Römischen Kaisern consti-tuirt. Wie vieles aber auch hatte hierin merklichund unmerklich die Zeit geändert! Noch mchrcrcshat im verflossenen Jahrhundert einen so andernWeg genommen, daß kaum jemand der neuestenMode-Statistiker jetzt an ein göttlich-positi-ves Recht der christlichen Nationen in Europa den-ket. Und doch ist Leibnitz großer Gedanke wahr.Dies göttlich - positive Völkerrecht nämlich ist daslangst vor der Französischen Revolution klare undin ihr mißbrauchte Recht der Menschheit.Lehrt das Ehristenthum etwas Anders, als reineHumanität? Erkannt und ausgeübt, muß esauf diese auch seinen Eoder des Völkerrechtsgründen. Durch erlebte grobe Mißgriffe und Wi-dersprüche hierüber lasse sich niemand irre machen;Vernunft und Billigkeit gehen doch ihren Weg fort.Klar in die Augen fallts, daß, was Eine Nationvon der andern fodert oder wünscht, sic solcher aucherzeigen müsse; Gcwaltthatigkeiten, Treulosigkeit,freche Arroganz Einer gegen die andere empören al-le Nationen. Dieser Codex des Völkerrechts istAllem, was Mensch ist, in die Brust geschrieben.
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In Leibnitz politischen Schriften, die durchZeitumstande veranlaßt wurden, hat freylich die Zeit