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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
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376 VI. Wissenschaftliche Ereignisse u. Charaktere

siehst er als Vorboten einer Barbarey an , die mitdem Verfall der Ehre und Sittlichkeit verbundenseyn müsse. Wie sehr haben die Folgezeiten diesschon bewahret!

Bey allen Materien, auch die Religion betref-fend, ist man bey Leibnitz wie in einem Blumen -und Fruchtgarten, in welchem Alles nach Eonve-nienz geordnet ist; welches Prinzipium der Lieb-lingsgedanke unsres Philosophen gewesen zu feynscheinet. Auf keinen seiner Plane war er ersessen;überzeugt, daß die Vorsehung morgen thue, washeute zu thun sie noch nicht schicklich findet, unddaß es ihr an Mitteln der Veranstaltung nie fehle.Leibnitz würde sich freuen, wenn er zu unsrer Zeitdie Bibel so aufgehellet, jedes ihrer Bücher imGeist seiner Zeit ins Licht gestellt, überhaupt aberden Sinn und Inhalt des Chriftenthums fremdenSubtilitaten entnommen sähe. Manche seiner scharf-sinnigen Erörterungen würde er ruhig bey Seite le-gen , und mit Sokrates sagen:wie viel, meine

Freunde, können wir entbehren!"