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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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des vergangenen Jahrhunderts. 37h

ten manchem Theologen selbst wirklich dunkle, d. i.'unbekannte Zeiten worden sind: so ist ein Blick inLeibnitz Schriften dieser Art die Ansicht einer fastvergangenen Welt, voll Witzes und Scharfsinns,unter Führung des mildesten Lehrers. Denn LeibnitzUrtheile auch von Geistern, die nicht wie Er dach-ten, sind jederzeit so genau als bescheiden. Selbstsogenannten Schwärmern und Spöttern laßt erRecht wiedersahrcn, geschweige ernsten, gutmäthigenDenkern. Ueber Shaftesburi, Toland, P vi-ce t, Helmont, Peter scn, Arnold u. f. sindseine Urtheile höchst billig; über Earles, Spi-noza, Hobbes, Puffendorf, Locke, da siesein System anstreifce», sind sie schärfer, jedoch stetsehrenvoll und in dem, was jeder Gutes hatte, dank-bar. Mit Leibnitz gehet man, wie Dante mit Vir-gil , durch mancherlei- Regionen der Geister.

Erweise der Wahrheit und Unentbehrlichkeit desEhristenthums lagen Leibnitz redlich am Herzen; aufHuets evangelische Demonstration war er dahersehr begierig, die aber seinen Wunsch nicht erfüllte.Leibnitz Erweis des Ehristenthums war auf die na-türliche Religion gebauet; nach fester Grundlegungderselben sollte man, wie er meynte, die Nothwen-digkeit einer geoffenbarten, sodann die alle andernReligionen übertreffende Schönheit der christlichenReligion zeigen. Immer spricht er über diese Ma-terie mit theilnehmender Warme, weil ec vom Ver-fall des Ehristenihums viel Uebel für die Welt,selbst für die Aufklärung in Europa fürchtet. DenAtheismus sowohl als Materialismus, geschweigekalte Verachtung oder Verspottung des Ehristenthums