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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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im Nord.

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-.er Diminutiven ist ihre Sprache; ihr Charakterschlau, fein, milde. Gegen den Andrang derFeinde aber bildete sich in diesem friedlichen Staateine Kriegsverfassung, die gegen Polen zuerst, dannfünfzig Jahr gegen den Deutschen Orden mit fürch-terlicher Gewalt stritt. Ihre Religion selbst warkriegerisch worden; der Kriwe, ihr Obcrpriestcr, einMund ihrer Götter, war gegen Feinde ein grausa-mer Druide. Als Stifter dieser Religion nennetman den Waidewut; möge der Name einenVorsteher der Wissenschaft oder einen An-führer im Streit bedeuten; er war ein Lykurgseiner Völker, sein Nomvve ward ein so verehrtesHeiligthum, als es kein Gricchentempcl je gewesen.Felsenfest hing die Nation an ihrer Religion undSprache; härtere Kriege sind nie geführt worden, alsin welchen Preußen für Freyheit, Sprache, Land undVerfassung stritt. Als im eilften Jahrhundert vonden Polen Romove zerstört ward, zog sich derKriwe ins Innere von Litthauen, und bauete daselbstein neues Romove; bis Allups, der letzte Kriwe,im fünfzehnten Jahrhundert endlich erklärte, daßseine Götter ihm befohlen hatten, ein Christ zu wer-den, weil sie ihn nicht länger schützen könnten. EineFolge merkwürdiger Scenen aus dieser Geschichtewäre eine N a ti ona l - G a l le ri e, in der sich Keydem wildesten Muth die sanfteste Großmukh darstcllte.Kriegsgcmahlde wechselten mit Jdyllenscenen *).

*) In Merkels Borzeit Tieflands, Berlin1798, in Bazko's historischen Schriften u. a.find aus älrern Chroniken und Geschichtschreibernsolcher Scenen angeführt oder angedcutet.