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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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35r V. Die Großen

schreitenden Aufklärung stimmte damals, wie immer,der bessere Theil der Menschen wenigstens insgeheimbey; des alten Wustes im Dogmatismen und Ver-folgen war man müde. Auch wo sie unvorsichtigirre ging, nahm man an der Tendenz zum Neuen,zum Fceycn, zum Verständlichem, zum Bessern, inden Ländern Brandenburgs Antheil.

4. Dazu kam das neue Jahrhundertund der neue Kalender; Umstände, oder wennman will, Nichtigkeiten, die in die Gemächer derMenschen unglaublich wirkten, und der Erwartungeinen neuen Schwung gaben. Der dreyßigjähriqeKrieg hatte Deutschland zerrüttet und arm gemacht;bald folgten dem Westphälifchen Frieden, gemäßdieser Zerrüttung, kleinkccisige Pracht, Luxus, neueKriege. Man sehnte sich nach dem Jahr 1701 alsnach einer neuen Epoche in Ordnung derDinge zum Heil der Menschen; der Zah-len 160c, war man müde. Mit Staunen sieht mandie Gährung, die damals in Herzen, Seelen undSchriften wallte, und sich in Vorschlägen und from-men Wünschen, oder gar in Weissagungen, eifrigenStrafreden und Berechnungen der Strafe ausgoß.Von oben erwartete man Hülfe; unter dem Druckder Zeit, unter der Streitsucht der Mächtigen wieder Gelehrten sah man das tausendjährigeReich nahen; man wünschte und berechnete feineAnkunft. Pietisten, Schwärmer und Mathematikertheilten sich in diese fromme Wünsche. Auch inGesängen und Liedern strömten sie aus, wie sic sichjedem neuen Ereigniß als einem Zeichen derZeit anschlossen, und cs deuteten und beseelten.In einer solchen Krisis der Zeiten nahm Friedrich

die