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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
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nahm er die Sache seines Reichs persönlich.Als das Unglück ihn verfolgte , konnte er die Ge-ringschätzung seiner Feinde gegen ihn am wenigstentragen.

Was Karl ins Verderben brachte, war wederHochmut!) noch Ruhmgier, sondern daß er seinenZweck vergaß, und so wenig die Kräfte seines Reichsals des aufstrebenden Rußlands kannte. Zu diesemReiche schlug sich fast Alles; Ihm trat alles fernoder rupfte wo es rupfen konnte. Die niedrige Art,wie der Englische Gesandte einen Privatmann inKonstantinopel verhindern wollte, dem Könige Geldzu seiner Rückreise vorzuschicßen, der Plan, den manfrüher gemacht hatte, ihn auf dieser Rückreise auf-zuheben , und so viel Andres zeigt, wie man gegenihn dachte. Hatte ec nach seinen ersten Siegen sichauf die Beschützung seines Reichs eingeschränkt, unddies durch Bündnisse gesichert! Aber ein hartesLoos ist und bleibt es, wenn nachbarliche Regenten soverschiedner Denkart mit leidenschaftlichen Entwürfenin Eine Zeit treffen ; nur Unglück oder der Tod schei-den sie aus einander.

Die persönlichen Tugenden Karls des Zwölftenverkennet niemand. Mäßig, arbeitsam, unermüdlich,hart gegen sich, gerecht gegen andre, gottesfürchtig,züchtig, im höchsten Grad redlich war er wie durchNatur, ohne daß er daraus sich ein Verdienst mach-te; eine lange Gewohnheit hierin war ihm zur Na-tur worden. So wollte er, daß auch andre gegenihn seyn sollten. Sein Verstand wgr hell; er liebtedie mathematischen Wissenschaften, hielt den nur füreinen halben Menschen, der sie nicht liebte; undTodfeind war er den Wollüsten.