3oo V. Die Großen
drichshall in Norwegen stand er Abends in den Lauf-graben; und nicht aus der Festung, sondern aus derNahe kam eine Flintcnkugel; der Held sank, dieHand fest am halbgezogcnen Degen, daß man siekaum davon losbringen konnte. Die Parthey wußteden Tag seines Todes. Erstarb, als sein Leben amunentbehrlichsten war; man eilte zu einem schimpfli-chen Frieden, der Schweden auf immer in Acmuthstürzte. Der Czar, ( dies sagte er selbst) wenn erBedingungen vorzuschreiben gehabt hatte, würde siekaum so yorzuschlagen gewagt haben; alles auswär-tige Errungene Gustav Adolphs und andrer tapfere,Schweden ging bis mzf einen kleinen Strich ver-kehren.
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Wie nun? Gebührt von dem Allen die SchuldKar! dem Zwölften? War Ers, der die Kriege an-sing? war nicht sein Anfang der Nothgedrungcnste,gerechteste Krieg, den vielleicht je die Erde sah?Nach seiner Rückkunft aus Bender, gab er sich nichtMühe, einen rühmlichen, wenigstens leidlichen Frie-den von feinen Feinden zu erhalten? Vergebens.Die Gelegenheit ihrer Vergrößerung war ihnen zugelegen; ein Schweden in solchen Umstanden kommtnicht so leicht wieder. — Auch der persönliche Haß,den Karl gegen seine Feinde trug, ist zwar politisch nichtzu rechtfertigen, ist er aber nicht menschlich zu entschul-digen? Wie er aufrichtig liebte, haßte er auch auf-richtig; zu ungerecht, hinterlistig und niedrig fander sich beleidigt; nach alter nordischer Heldensitte