ii4 I. Begebenheiten und Charaktere
u. f. erfordert ward; hatten wohl zur ZerrüttungFrankreichs diese Zankereyen über ein Jahrhundertgedauret? hatte der Doktor der Sorbonne, Ar-naud, seine hundert und vier Büchet geschrieben?Bei, apostolischer Reinheit in ihren Versammlungenwürde sie weder cabalirt noch sich zwischen Rom undden Hof zcitmaßig getheilt habe»; keine Lvosriru^ilo DniZsuitus wäre erfolgt, die das Reich solange verwirrte. „Wenn man mich betrog, (sagteder sterbende König zu zwcyen Kardinalen, RohaNund Bißy,) wenn man mich betrog, so hat manviel zu verantworten *)." Ec war betrogen undfühlte es sterbend.
Greift man hinter den AnstaNd der damaligenGallicanischen Kirche noch ernster und bemerkt dieAristokratie der Hofgeistlichkcit, die ihregeringeren Brüder um so Mehr von sich entfernte,je mehr sie bcy Hofe galt und vermochte, so daßunter den Papiere» Bößucts Nach seinem Tode aucheine Anzahl fertiger Dettres äs Lactrsr gefundenwurden; bemerkt man, daß dieser Anstand nolh-wendig auch einen kostbaren Aufwand mit sichführte, der Mehrere Pfründen zu suchen zwang unddemnach oft auch diesen zur Last siel; fügt manhinzu, daß sie den immer höher steigenden DorisAratuirs, den Ludwig zu seinen Kriegen und Festenbegehrte, die Schulden der Geistlichkeit immer Zu-nahmen, daß, als man einmal auf dem Schulden-wege war, man sich nur durch größere Belastungoder Aussaugung der Kirchengüter, durch offen ge-
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