Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
Seite
113
Einzelbild herunterladen
 

des vergangenen Jahrhunderts i>3

Einem jungen Regenten verrückt diese Ansicht alleBegebenheiten der Völker und Menschen, so daß erzuletzt dies Volk Gottes, worauf die Vorsehung ,hrenPlan der Weltregierung gestellt haben soll, im wir-kenden Finger des Klerus findet, Boßuets be-rühmter Katechism, der selbst Turenne hiNterging,ist ein glanzendes Blendwerk; wie dann auch seineGeschichte der Veränderungen des Lehr-begriffs der Protestanten nicht beweiset, wassie beweisen wellte. Ist Freiheit der Schriftausle-gung nach wachsender Eckenntniß Prinzip! umdes Protestantismus; so tnag sich der Lehrbcgriff,ein Haufe zusammengetragener Meynungen, ändern;die Religion aus dem Munde und Leben Christi än-dert sich nie. Und wie vornehm betrug sich diesersogenannt-apostolische Kirchenvater, als Protestantendie Schwachheit hatten über eine Vereinigung mitder Römischen Kirche zu unterhandeln! Wie un-apostolisch gegen FeNeloN, obgleich in düs Gewandeines Eifers für die Reinheit deb Kirche gekleidet!Gegen Ludwig endlich wie feiN, in dem was et ta-delte und nachließ! DeM Freunde der Müinte-noN rechnete man es hoch an, das Acrgerniß derMoNtespan, deren MaN satt war, von Hofe ent-fernt zu haben, Geistlichen Verdiensten dieser Artmit noch so viel schlauer Kunst betrieben, ist nichtsals ein elogs kunübrs in Boßuets oder Fleechiet's Art zu wünschen,

Ware der Französischen hohen Geistlichkeit außetschonen Reden und Hofkünstcn die Sach - undSprachkcnntniß eigen gewesen, die in den Streitig-keiten über den Jansenismus, QuietismusHerders Werke z. Phil. u. Gesch.lX. H