unterrichten, und wird ein Wohlthäter des Ganzen:so bekommt der Aufseher das Ganze der Schule mehrzu kennen, so und überhaupt so ist die Verthcilungdie natürlichste. Nun wird nicht alles der lateini-schen Sprache aufgeopfert, und ihr gleichsam zuLiebe rangiert: nun kann jeder Schüler, nach jederFähigkeit, hoch und niedrig und gerade an seinemOrt sepn : nun darf keiner, um einer Nebensache wil-len , in Allem versäumt werden: das PapisiischeGo-thische, das die lateinische Sprache zur Herrscherinmacht, wird weggenvmmen, und alles wird ein re-gelmäßiges, natürlich eingcthciltcs Ganze. JedemLcbrer bleibt sein Name, sein Nang, seine lateinischeeigne Klasse; nur jede andre Wissenschaft, Theologie,Physik, Griechisch, Hebräisch, französische Sprache,Geographie, Historie, Realien, Poesie u. s w. wirdvertheilt.
Eine Realklasse fangt an. Die ersten Kennt-nisse mehr der Naturgeschichte, als der Naturlebre,mehr von sich, als von Entferntem, Fremdem, vonKörper, Seele, merkwürdigen Sachen, die man täg-lich braucht, und siehet und nicht kennet, Kaffee undThce, Zucker und Gewürze, Brod und Bier undWein u. s. w. Die ganze äußere Gestalt der Welt,'in deren Mitte der lernende Knabe steht, wird er-klärt; Er auf den Unterschied und Aehnlichkeiten undBeschaffenheiten der Thierc geführt, die er so liebt:die gemeinsten Bedürfnisse des Lebens, Erfindungenund Künste ihm gezeigt, damit er sich selbst kennen,in seinem Umkreise fühlen, und alles brauchen lerne.Das wird ihn zu keinem Fremdlinge in der Weltmachen, wo er ist: ihm keine unverstandnen Ideen
Herders Werke z. Phil. u. Gesch. XII, U L'opkron.