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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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27L S o p h r o n.

nicht Zeiten lang aufgcopftrt werden. Auf eineViertelstunde kommts nicht an, wenn sie eben imFeuer der Lust und Aufmerksamkeit sind, oder dieMaterie sich nicht trennen laßt; aber Wochen undTage ist das Treiben Einer und derselben Arbeit,mit Zurücksetzung der andern nicht rathsam. Seltenhaben mehrere Kinder zu Einer und derselben Sachegleiche Lust oder Geschicklichkeit, und so schleppen sieläßig und müßig einher, und verlieren allmählichauch den Trieb zu andern Arbeiten, kurz sie kom-men in den Geschmack des Widerwillens und derTrägheit. Und denn nützt sich auch bei Erwachsenendie Spitze der Aufmerksamkeit ab, wenn wir Eineund dieselbe Sache, selbst im Feuer der Leidenschaftdafür, lang und unabläßig treiben. Bei Kindernist diese Leidenschaft theils nicht zu vermuthen, theils,wenn sie auch im Keim da wäre, nicht einmal zureizen. Es werden Baratier's daraus, oder Thürmedie auf eine Seite hangen.

Die Eintheilung und Disposition der Arbeitenmuß wie ein Gesetz Gottes in der Natur scyn, undwenn sie von etwas noch mehr hören wollen, müs-sen sie cs sich durch mehrern Fleiß in Anderm er-kaufen.

3 . Jeden Tag müssen sie etwas, aber nurweniges, auswendig zu lernen und zu schreiben oderauszuarbcitcn haben. Die Wahl hierin muß theilsaufs Angenehme, Wichtige und Abwechselnde, theilsdarauf sehen, daß es mit der Zeit unvermerkt etwasGanges werde, woran sic sich freuen können. DicSsetzt die Schüler in die Nothwendigkeit, nichts vor-bcylasscn zu wollen, die Bücher reinlich zu Hallen,u. f. Bei diesen Aufsätzen ist sowohl auf Materie