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Zeit wurden sie Vcrsammlungsplätze zur Unterredungmit den Jünglingen über Gegenstände allerlei) Art,und so kam, wie bekannt ist, der Name zu höherenUebungen hinauf, zu Ucbungen in Wissenschaftenund feinern Künsten, bis sie zuletzt die fchöne Be-zeichnung der Anstalten wurden, die Vor-Akade-mien seyn sollten, und die, wenn sie ihren Zweckerreichen, dem Staat vielleicht nützlicher, den Jüng-lingen angenehmer, bildender, sicherer sind, als Aka-demien selbst. Wir lassen den Ursprung des Na-mens, und gehen auf dessen lehrreiche Bedeutung.Uebungsanstalten sind Gymnasien,Anstalten zur besten, zur nützlichstenU e b u n g.
Mit Anlagen kommen wir auf die Welt; aus-gebildet werden diese Anlagen nur durch Uebung.Unser ganzes Leben ist für uns Gymnasium; wasaus uns werden soll, muß in uns durch Uebungwerden. Je edlere Kräfte wir in uns erwecken, jezu einem bessern Zweck, in je besserer Ordnung, mitje mehrerer Leichtigkeit, Sicherheit und Kunst wir siezu diesem Zweck üben und ausbilden, desto bessereMenschen sind wir. Dem unentwickelten Keim, demrohen Edelstein gleicht die unausgebildete Seele; einungeübter Mensch ist, worin es auch sey, ein bäu-rischer grober und roher Mensch, ein bruium.
Von Kindheit auf strebt die menschliche Natur,daß sie geübt werde. Warum gab der Schöpfer derJugend, der menschlichen Jugend zumal, jene Mun-terkeit, jene thätige Unruhe, jene Bestrebsamkcit undihre Schwester, die unersättliche Neugierde t Zu kei-nem andern Zweck, als daß der Mensch geübt, inallen Kräften geübt werde. Dazu jene Beweglichkeit