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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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den; vielmehr sie auf eine geschickte Art täuschenund über sic herrschen lernen. Zu bcydcm ist unsdie Vernunft gegeben, der Zeit zu dienen, doch also,daß nicht sie uns, sondern daß wir ihr gebieten.

Wenn dies in allen Geschäften des Lebens, beyallen Einrichtungen für Menschen gilt, so fern sieKinder der Zeit sind und unter ihren Einflüssen ste-hen: so gilt es auch von den Einrichtungen zur Bil-dung der Menschen, von öffentlichen und Privat-schulen. Keine muß sich außerhalb den Granzen desRaums und der Zeit befinden, sonst steht sie an Un-rechtem oder gar keinem Ort. Keine muß veraltetseyn oder veralten; sonst geht sie unter. Sollendiese Einrichtungen Menschen für die Zeit, die j.tzi-ge und künftige bilden, sollen sie diese junge Men-schen den Gebrauch und die Anwendung jetziger undkünftiger Zeit lehren, und sie dazu gewöhnen: somüssen sie in ihrer Zeit, für die Zukünftige seynund mit der Zeit fortlcben. Was zu unsrer Zeit,am AuSganq unsres so merkwürdigen Jahrhundertsgeschehen müsse, davon will ich einige Worte sagen.Unsre Zeit ist ein großer Wecker! Die grobe ei-serne Wanduhr raffelt und ruft mit gewaltigen Schla-gen.

r. Seine Muttersprache- verstehen,recht und andringend reden, gcschcidt und vernünftigschreiben lernen, muß jetzt ein jeder. Es ist einredendes und schreibendes Jahrhundert; das folgendewird es nach allen gegebenen Anlagen nicht minderwerden. Wie ungeheuer viel Gutes und Böses istin den letzten zehn Jahren durch Sprechen undSchreiben ausgerichcct worden; nicht das Schwert,