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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
187
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S v p h r v rt.

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Klasse, jede Ordnung in der Klasse, jede Kohorte,die zusammen in die Klasse kam, oder die sonst eingemeinschaftliches Geschäft treibt, mache ein Ganzesaus, wo in Beobachtung der Pflichten, Einer fürAlle, Alle für Einen stehen, und keinen Verführerder Unschuld, keinen Spötter seines Lehrers, oderseiner Mitschüler, keinen Larmmacher, Tabackrau-cher, Kartcnspieler, keinen unzüchtigen, oder gar ab-scheulichen Menschen unter sich dulde. Sobald ineiner Klasse dieser gemeinschaftliche Geist, ein gemei-nes Gefühl der Nacheiferung und Ehre merkbar wird,ist der Weg zu allem Guten gebahnet. Nun darfder Lehrer seinen Rücken wenden, und man wirdnie mehr sogleich ein Freudcngcschrcv junger Affen,hinter der kaum geschlossenen Thür hören: denn kneiner Klasse, die ein Gefühl für Pflicht und Ehrehat, sitzen keine Affen, sondern Menschen. Wieder Soldat die Fahne seines Regiments hoch halt:so wird jeder Wohlerzogene für den guten Namenseiner Klasse sorgen, und Ehrerbietung für den Leh-rer haben, der diesen guten Namen bewahret. So-bald nur einige wohlerzogene, gukgeartete Schüler ineiner Klasse die Oberhand haben, müssen nokhwcndigdie andern schweigen, und sich vor ihnen schämen.Mit ausgezeichneten Müßiggängern und Lotterbubenwird kein ehrlicbender Jüngling umgehn; vielmehrwerden sich die Guten nicht nur in unschuldigen Ver-gnügen zusammenthun, sondern auch um sich inSprachen mit einander zu üben, die Lectionen miteinander zu wiederholen, oder ein nützliches Buch zulesen: Freundschaften der Art, wenn sie ans Ähn-lichkeit des Gemüths und auf reiner Sittlichkeit ru-hen, bauten oft durchs ganze Leben, und sind noch