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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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neu; das ist der schone Ausdruck der Gesellschaft unddes Umgangs. Er ist wie ein schöner Edclgcstein,ein Kind der Natur, aber durch Kunst gefaßt, vollSinnes, voll Anmuth, voll inneres Werthes, kleinund kostbar.

Damit auch meine Rede ein Ende gewinne,tretet hervor, ihr Jünglinge, mit freyer Stirne undmit erfreuend lieblicher Rede. Niemand sage, waser weiß, halb; niemand sage es furchtsam und knech-tisch. Eure Lehrer werden euch ganz und mit väter-licher Gewissenhaftigkeit die Fragen verlegen; mitwilligem Ohr sind wir hier, eure genugthuenden, euchRuhm erwerbenden Antworten zu hören. Nie-mand stocke, niemand zage. Wir sind hier auf denAuen der Musen, der Gcberinnen süßer Rede. DieStimme der Jünglinge zu hören, ist angenehm; dieEngel selbst erfreuen sich, sagt S w e d enb o rg, wennKinder anmuthig reden, wenn sie mit holder Stimmelesen, unübereilt und vcrstandreich antworten, wennsie mit einer kindlichen Gewißheit, was sie wissenund gelernt haben, sagen. Ferne sey hier ein Feind,«n Aufhorcher dieser heiligen genialischen Versamm-lung. An einander freuen wollen wir uns, und inRuhe uns Zeit nehmen, einen Garten der Wissen-schaften zu durchwandeln, in dem auch wir einst alsJünglinge Rosen fanden. ' Jeder stehe wie Ulyssesda, wie Homer ihn beschreibt, mit ruhigem Augeund gesenktem Sceptec, als ob er was zu sprechenwisse; aber, wenn er zu reden anfangt, dann mögendie Worte, wie leichte Schneeflocken, einander folgen;er befriedige mit jedem Worte, und man vergesse al-es andre überfeiner angcnebmen wohlklingenden Rede.