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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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Kanzleystyl, der Regensburger zumal,' sind auswahren deutschen Eichen und Buchen, oft nichteinmal geformte hölzerne Style, mit denen wir wohlkeine Nation an uns locken, aber auch keinen Feindtodtschlagen werden. Unsre edle deutsche Sprache istnoch bey weitem nicht geworden, was sie seyn könnte;unsre besten Schriftsteller sind in Hausern, oft auchin Schulen unbekannt, und an Höfen verachtet, dasie doch von Jugend auf die Denkart der Nationbilden, ihre lebende Sprache regeln, ihren Umgangversüßen und erheitern sollten. Kein edles Bild,keine große Gesinnung, Aufmunterung und War-nung , wenn cs musterhaft gedacht und gesagt ist,sollte blos in unfern deutschen Büchern und Bibelnstehen, oder Makulaturweise in unfern Buchladen lie-gen, sondern in den Schulen sollte, wie auf derTenne das Korn von der Spreu gesichtet, jedesEdelste und Beste laut gelesen, auswendig gelernt,von Jünglingen sich zur Regel gemacht, und in Herzund Seele befestigt werden. Wer unter euch, ihrJünglinge, kennt Uz und Haller, Kleist und Klop-stock, Lessing und Winkclmann, wie die Italienerihren Ariost und Tasso, die Britten ihren Miltonund Shakespeare, die Franzosen so viele ihrer Schrift-steller kennen und ehren? Dies laute Lesen, aus-wendige Vortragen, bildet nicht nur die Schreibart,sondern es prägt Formen der Gedanken ein, undweckt eigne Gedanken; cs gibt dem Gemüth Freude,der Phantasie Nahrung, dem Herzen einen Vor-schmack großer Gefühle, und erweckt, wenn dies beyuns möglich ist, einen Nationalcharakter. Mit wel-chem Entzücken erinnere ich mich meiner Jugend, daich zuerst diese und die alten Schriftsteller und die

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