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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r v n.

»ium siorriäurn et iniieetuiri den Namen unddie Asche seines Lehrers schmähen.

Wie nichtig und vorübergehend sind auch dieedelsten Bemühungen, Gaben und Erwerbe in die-sem sterblichen Leben! Unser Geist, dies Himmels-Fünkchen, der Hauch aus dem Munde Gottes, istan einen hinfälligen, zerbrechlichen Körper gebunden,der mit den Jahren altert, und zuletzt hinsinkt. Hinist alsdann für die Mitlcbendcn jede schöne Gabe,die sich dieser unsichtbare Bewohner einer irdenenHütte, durch Fleiß und lange Ucbung zu eigen ge-macht hatte; die Hütte zerfällt, und der darin auf-bewahrte geistige Schah gehet für uns verloren. Erlaßt sich nicht vererben, nicht durch Geschenke oderTestamente vermachen; von jedem, der ihn besitzenwill, muß er aufs neue, durch eigne Mühe erwor-ben und errungen werden; sonst gehet er, wie beyso viel Künsten der Fall gewesen, mit wenigen Men-schen, auf lange Zeit ganz und gar zu Grabe. Wirwollen die Vorsehung bitten, daß sie den Geist achteralter Gelehrsamkeit bey uns nicht untcrgehen lasse,daß in einem Gymnasium, in welchem unter vielandern ruhmwürdigen Männern Ccllarius, Geßncr,Hcinze gelehrt haben, nie die Barbarey, oder einTrödelkram statt alter, ächter Waare aufkomme, unddaß der Geist vorgenannter Männer gleichsam un-sterblich in ihm lebe.

Und nun, meine Herren, wollen wir an unsertraurig-freundschaftliches Geschäft gehen, und das,was an unserm Freunde Erde war, der Erde geben.Mit Hochachtung und stiller Ehrerbietung, ihr Schü-ler, naht Euch der Leiche Eures Lehrers, und tra-