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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r s n.

Begrabniß - Tage wollen wir uns die Erfahrungund Lehre erneuern: daß kein Nachruhm so reinund angenehm sey, als der Nachruhm der Leut-seligkeit , ungefärbter Redlichkeit und Herzens-gute; daß keine Blume auf unserm Grabe lieb-licher dufte, als das Andenken der Humanität einerreinen, kindlich-guten, gefälligen, friedfertigen undfröhlichen Seele. Wir alle muffen früher oder spä-ter den Gang gehen, den unser Freund und Mit-bruder gegangen ist, und heut gehen wird: Lassetuns streben, daß man uns so thcilnehmend und herz-lich bcdaure, wie wir diesen Mann bcdauren, deran Einfalt des Charakters, und an Güte des Her-zens ein Kind, an unvcrdroßnem Fleiß, an stillerThätigkeit und Liebe zum gemeinen Besten ein Mann,«in redlicher biedcrherziger Mann war. Sanft ruheseine Asche, und Segen blühe in jedem Guten, dascr auch in diesem Hause in den Geist und in dieHerzen unsrer Jugend streute! Selig sind die wohl-verdienten Tobten! sic ruhen von ihrer Arbeit unddie Frucht ihrer Werke folgt ihnen nach.

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