S o p h r o n.
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gestalten redet, die in der Lust schweben. Durchdie Geographie wird die Geschichte gleichsam zu ei-ner illuminirten Charte für die Einbildungskraft, jafür die Beurtheilungskraft selbst: denn nur durchihre Hülfe wird es deutlich, warum diese und keineandere Völker, solche und keine andere Rolle aufdem Schauplatze unserer Erde spielten? Warumdiese Regenten hier, jene dort herrschen konnren?dies Reich lang, jenes kurz dauern mußte? Warumdie Monarchien und Reiche so und nicht anders aufeinander folgen, so und nicht anders zusammen gren-zen , sich befehden oder vereinigen konnten? Woherdie Wissenschaften und die Kultur, die Erfindungenund Künste diese und keine andre Laufbahn nahmen,und wie von der Höhe Asiens durch Assyrcr, Per-ser, Aegpptier, Griechen, Römer, Araber, Euro-päer endlich der Ball der Weltbegebenheiten undWeltstreitigkeiten jetzt hier, jetzt dorthin geschobensty? — Ich würde stundenlang reden müssen,wenn ich dies alles auch nur in den nothdürftigstenExempcln zeigen wollte. Kurz die Geographie ist dieBasis der Geschichte und die Geschichte ist nichtsals eine in Bewegung gesetzte Geographie der Zeitenund Völker. — Wer eine ohne die andere treibt,versteht keine, und wer beyde verachtet, sollte wieder Maulwurf nicht auf, sondern unter der Erdewohnen. Alle Wissenschaften, die unser Jahrhun-dert liebt, schätzt, befördert und belohnt, gründensich vorzüglich auf Philosophie und Geschichte; Han-del und Politik, Oekonomie und Rechte, Arzney-kunst und alle praktische Mcnschenkenntniß und Men-schenbearbeitung gründen sich auf Geographie und