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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

men eines sterblichen Regenten wechseln. Das ägyp-tische Roß, das arabische Kamcel, der indische Elc-phant, der afrikanische Löwe, der amerikanische Eai-man u. f. sind denkwürdigere Symbole und Wap-penzüge einzelner Lander, als die wandelbaren Gren-ze», die irgend ein trüglichcr Friede zog, und viel-leicht der erste neue Krieg verändert. Und da alleReiche der Natur einander so nahe gränzcn, da dieKette aller Erdwesen so verschlungen in einanderhangt: so wird Eines die Erinnerung des andern.Der Berg erinnert an Metalle und Mineralien, anQuellen und Ströme, an die Wirkung der Atmo-sphäre, so wie an Thiere und Menschen, die ihnoder seinen Abhang bewohnen. Alles füget'sich aneinander und entwirft dem Geist des zu bildendenJünglings ein unvergeßliches Gemählde voll lehrrei-cher Züge, die in alle Wissenschaften übergehen,und allenthalben von vielseitigem nützlichen Gebrauchsind.

Insonderheit weiß jedermann, daß die Geogra-phie zunächst der Geschichte und zwar .jederGeschichte, der politischen und gelehrten, der Kir-chen- und Staatsgeschichte diene, ja ich darf sagen,daß die Geschichte oknc Geographie so wie ohne Zeit-rechnung größtcntheils ein wahres Luftgebäu-de werde. Was Hilsts dem Jüngling, wenn erweiß, was geschehen ist, ohne daß er weiß, wo esgeschehen sey? und warum ist so oft die alteGeschichte eher ein unstater Traum als eine wahreGeschichte zu nennen? Nicht auch unter anderndeswegen, als weil sie zu oft von der alten Geogra-phie getrennt wird, und also von lauter Schatten-