S o p h r o n.
Der Planet, den wir bewohnen, theilt sich inErde und^Waffer: jene stellt wie ein Berg hervor ,zu dessen bcydcn Seiten, wie auf einen xlano incli-imw Strome rinnen: dies ist das große Bchalknißvon Wasser, aus dessen Dünsten, durch die Luft ge-lautert, und durch die Hohen der Berge angezogen,die Quellen aller Fruchtbarkeit und Nahrung dcr Erdewerden. Welche Fülle von schörnn und nützlichenKenntnissen, die in dieser Betrachtung ruhen! Wennder Jüngling in Gedanken jene hohen Erdrücken be-steigt und ihre sonderbaren Phänomene kennen lernt,wenn er so denn mit den Flüssen hinab in die Tbalerwandert, endlich an die Ufer des Meeres kommt,und überall andre Geschöpft, an Mineralien, Pflan-zen , Thieren und Menschen gewahr wird, wenn ereinsehcn lernt, daß, was ihm in der Gestalt der Erdesonst Chaos war, auch seine Gesetze und Ordnunghat, wie hiernach und nach den Gesetzen des KlimaGestalten, Farben, Lebensarten, Sitten und Reli-gionen wechseln und sich verändern, und ohngcachtctaller Verschiedenheit das Menschengeschlecht doch al-lenthalben ein Brudergeschlecht von einem Schöpfererschaffen, von einem Vater entsprossen, nach EinemZiel dcr Glückseligkeit auf so verschiedenen Wegen rin-gend und strebend — o wie wird sich sein Blick erhe-ben, wie wird sich seine Seele erweitern! Indemer die mancherlei) Produkte der Erde, die mancherlei)Gattungen Ker Schöpfung in diesem oder jenem Kli-ma, die mancherlei) Denkarten, Gebrauche, Lebens-weisen seiner Mitbrüdcr, der Menschen, kennenlernt, die alle mit ihm das Licht Einer Sonne gemes-sen und Einerlei- Gesetze des Schicksals gehorchen:wahrlich so muß ihm die Geographie das, reizendste