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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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Schulen? daß z. B. dis griechische Kunst sich zuden vollkommenen und schonen Formen erhob, derenReste noch jetzt die unerreichte Bewunderung derWell sind, keim daher, daß sie für jedes Gebildedie gewisse Proportion und Form des Charakters ge-funden hotte, und der gefundenen Regel allenthal-ben treu blieb. Der Künstler hatte sich lächerlichoder verächtlich gemacht, der aus alberner Willkühcdavon hätte abwcichen, und als ein Kunstgenie sicheigene Bahnen erwählen wollen; man blieb also Key.dem Richtigen und Wahren, das man nur, wieinan konnte, reich und schön anwandle. Woher istdie Math.matik auf einer ebnen Straße so weit alsbeynahc keine andre Wissenschaft gekommen? Ebenweil sie auf dieser ebnen Straße der deutlichen Leh-re, des klaren Unnrrichts, der ordentlichen Beweiseblieb; und kein Schüler es sich in den Sinn kom-men ließ, sich einen andern und neuen EuklidcS zuerfinden? der reine, ächte lateinische Styl, diewahre elastische Gelehrsamkeit hat sich jederzeit in unddurch Schulen erhalten: man lernte an erwählten,alten Schriftstellern eine reine Sprache, Harmonieund Ordnung: man lernte dies von geprüften Mei-stern, nach deren Lehren und Mustern man sich undandere bildete, und so stifteten Muretus, G e si-ne r, Er nesti ihre fortdauernden, berühmten Schu-len ; keiner ihrer würdigen Schüler nahm sichs inden Sinn, eine neue Latinität, d. i. eine neue Bar-barei) zu erfinden ; vielmehr beflissen sie sich im altenreinen Styl ihre Gedanken auszudrücken, und jenenunsterblichen Mustern der Vorwelt in Einfalt undWürde, in Runde und Schönheit zu folgen. Schu-le» dieser Art sind gleichsam Ueberbleibscl des alten