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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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jede kleine Mühe, ohne die doch kein Geschäft g«--than, kein Ruhm, kein Gewinn des Lebens erlangtwerden kann, verdrießlich, ja gar unmöglich. Deinewiges Zuckeressen hat dir die Zahne und die Einge-weide, den Magen und den Geschmack verdorben.In kurzer Zeit ist dir das Schöne nicht mehr schön:es ist dir selbst, weil du es mit Uebermaas gcnoßest,langweilig und cckel: du schmachtest wie ein Krankeran den Quellen der Gesundheit, des Liebreizes derSchönheit. Q höre jeder, wer zu hören ein Ohr hat:denn was ich sage, ist fürchterliche Wahrheit, schöneWissenschaften, so getrieben, werden die häßlichstenWissenschaften in der Folge: sie sind Syrenen, dieden Jüngling locken und verführen, ihm aber zuletzteinen nackten Fischschwanz zeigen: sie sind das Zau-bcrgcra h jener Eirce, die ihn selten in einen singen-den Schwan, desto öfter aber in eine gackelnde Gans,in einen stolzirenden Pfau, in eine geschwätzige Krä-he , oder gar in den Nachbar Kuckuk verwandeln. AlsKuckuk reimt er elende Verse, als Krähe wird er einRccensent, als Pfau und Gans wird ein hoch-trabender oder sehr angenehm gackelnder Kanzel-redner.

Jede Kunst, jede Wissenschaft, sie werden schönoder häßlich genannt, erfordert Fleiß, Mühe, Ue-tz ung; auch Dichter und Redner, wenn man, wiegemeiniglich ihre Wecke für die einzigen schönen Wis-schaften hält, wurden nie ohne Fleiß, ohne Mühegroß. Der Wiederherstelkcr unsrer Dichtkunst, Opitz,schrieb schön Latein, kannte die Alten und machte,wo nicht beßre, so gewiß eben so gute lateinischeals deutsche Verse; der neuere Wicderherstcller der-selben, Haller, war gewiß ein so großer Gelchc-

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