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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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3go II. Briefe zu Beförderung

seiner Wirkungen, und legte ihn als Pflicht, als un-umgängliche, allgemeine, erste Pflicht, sich und an-dern ans Herz; alle Vorurtheile von Staatsintercsse,angebohrner Religion, und das thörichtste Vorurtheilunter allen, von Rang und Stande würden

Er. Verschwinden? Da irrest du dich sehr.

Zeh. Nicht verschwinden; aber gedampft, ein-geschränkt, unschädlich gemacht werden; was Deinegenannnte und vielleicht verdienstvolle Gesellschaft jaauch nur bewirken konnte, wenn sie es bewirkenwollte. Weißt du es nicht besser als ich, daß alleVergleichen Siege über das Vorurtheil von innen her-aus, nicht von außen hinein erfochten werden müssen?Die Denkart macht den Menschen, nicht die Gesell-schaft ; wo jene da ist, formt und stimmt sich diesevon selbst. Setze zwei Menschen von gleichen Grund-sätzen zusammen; ohne Griff und Zeichen verstehensie sich, und bauen in stillen Thakcn den großen,edlen Bau der Humanität fort. Jeder, nachdem erkann, in seiner Lage, praktisch; er freuet sich aberauch am Werk andrer Hände, weil er überzeugt ist,daß dies unendliche, unabsehliche Gebäude nur vonallen Händen vollführk werden kann, daß alleZeiten, alle Beziehungen dazu erfordert wer-den , mithin ein Jeder einen Jeden nicht einmal ken-nen darf, kennen soll, geschweige, daß er ihn durchEidschwüre, durch Gesetze und Symbole bände.

Er. Du bist auf dem rechten Wege; auf ibmgiebt es freie Arbeit. Kein wahres Licht läßt sichverbergen, wenn man es auch verbergen wollte; unddas reinste Licht sucht man nicht eben in den Grüften.