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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
389
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Ich. Wenn ichs wie Du könnte! Ich sprachmit deinem Geist, ehe ich deine Person seih; ichkannte dich, ohne von einer geheimen Gesellschaft zusepn, am Wort, am Griff, am Schlage. Deineund andrer Thaten haben langst und sicherer beimir bewirkt, was Gebrauche und Zeichen nur sehrunsicher und langsam bewirken könnten; sie habenmich über jedes Vorurtbeil von Staatsverfassung, an-gebohrner Religion, sträng und Standen langst er-hoben.

Er. Welche Thaten?

Ich. Poesie, Philosophie und Ge-schieh te sind, wie mich dünkt, die drei Lichter,die hierüber Nationen, Sekten und Geschlechter er-leuchten; ein heiliges Dreieck! Poesie erhebt den-Menschen durch eine angenehme, sinnliche Gegenwartder Dinge über alle jene Trennungen und Einseitigkei-ten. Philosophie giebt ihm feste, bleibende Grund-sätze darüber; und wenn cs ihm nöthig ist, wird ihmdie Geschichte nähere Maximen nicht versagen.

Er. Db aber auch diese Grundsätze, diese Maxi-men und Anschauungen Thaten wirkten? Gabe nichtdie Gesellschaft einen Antrieb mehr?

Ich. Ich nehme dir deine eignen Worte ausdcm Munde.Sage mir nichts, von der Mengeder Antriebe. Lieber einem einzigen Antriebe allemögliche intensive Kraft gegeben! Die Menge solcherAntriebe ist wie die Menge der Räder in einer Ma-schiene. Je mehr Näder, desto wandelbarer."

Er. Und was wäre dein einziger Antrieb?

Ich. Humanit a t. Gabe man diesen, Begriffalle seine Stärke, zeigte man ihn im ganzen Umfange