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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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356
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356 II. Brief« zu Beförderung

gleichwohl noch das übrige bei uns, daß kein ernster,graulicher Scheltwort jemand reden oder hören kann,denn so er einen Lügner schilt oder gescholten wird.Und mich dünkt, (soll es dünken heißen) daß keinschädlicher Laster auf Erden sey, denn Lügen undUntreu beweisen; welches alle Gemeinschaft der Men-schen zertrennet. Denn Lügen und Utitrcue zertren-net erstlich die Herzen; wenn die Herzen getcennetsind, so gehen die Hände auch von einander; wenndir Hände von einander sind, was kann man dathun oder schaffen? Darum ist auch in Wclschlandsolch schändlich Trennen, Zwietracht und Unglück.Denn wo Treu und Glauben aufhörct, da mußdas Regiment auch ein Ende haben. Gott helf' unsDeutschen!

20.

Ist Ihnen eine Ode Klopstocks zu Gesicht ge-kommen , die während des letzten Nordamerikani-schen Seekrieges erschien, und auch schon damalsin der Art diesen fürchterlichen Krieg zu führen,Spuren einer zunehmenden Humanität be-merkt«? Sie wird Ihnen angenehm seyn, auch nurals ein poetischer Traum, als das Gemähldc einerglückweissagenden Phantasie, gewiß aber noch mehrals eine Prophrtenstimme der Zukunft betrachtet:

Der jetzige Krieg.

O Krieg, des schöneren Lorbeers werth,

Der unter dem schwellenden Segel, des Wimpels Flug«Jetzo geführt wird, du Krieg der edleren Helden!

Dich singe der Dithyrambe, der keine Kriege sang.