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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
335
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Mehrmals finde ich üi Ihren Briefen den Gei stder Zeit genannt; wollen wir uns einander nichtdiesen Ausdruck aufklaren?

Ist er ein Genius, ein Dämon? oder einPoltergeist, ein Wiederkommender aus alten Grä-bern? oder gar ein Lufthauch der Mode, ein Schallder Aeolsharfe? Man hält ihn für Eins und dasAndre.

Woher kommt er? wohin will er? wo ist seinRegiment? wo seine Macht und Gewalt? Muß etherrschen? muß er dienen? kann man ihn lenken?

Hat man Schriften darüber? Wie lernt manihn aus der Erfahrung kennen? Ist er der Geniusder Humanität selbst? oder dessen Freund, Vor-;bote, Diener?

iZ.

Warum sollte ich Ihnen auf ihren lakonischenBrief nicht ebeii so räthsclhaft antworten, als Siegefragt haben.

Was ist der Geist der Zeiten?" Allerdings einmächtiger Genius, ein gewaltiger Dämon. WennAverroes glaubte, daß das ganze Menschengeschlechtnur Eine Seele habe, an welcher jedes Individuumauf seine Weise, bald thätig, bald leidend Theilnehme: so würde ich diese Dichtung eher auf den Geist