334 H- Briefe zu Beförderung
Zu heften auf des armen MohrenElend und Schmach und gezuckte Geißel?
Aufs schwangre Weib, das jammernd die Hände ringtAm brummen Ufer; — Thränenlos starret sieDem fernen Segel nach; noch schallt ihrDumpf in den Ohren das Hohngelächter
Des Treibers, noch der klirrenden Kette Klang,
Und ihres Mannes Klage, das AngstgeschreiDer jüngsten Tochter, die der WütrichIhr aus umschlingenden Armen losriß. —
Du setzest Ziel dem Gräuel, ein nahes Ziel!
Erröthend staun' und ahme dem Beispiel nachDer Britte, will er werth der FreiheitSeyn, die auf Weisheit und Recht sich gründet.
Gott setze deinen Tagen ein fernes Ziel,
O Jüngling! keins dem Segen, der dein einst harrt.Sei deinen Tausenden noch langeBruder! Nur Einer ist Aller Vater.
F. L. Gr. z. Stolberg.
Wenn mehrere solcher Gesänge über Anläßesolcher Art uns zukommcn, meine Brüder: so wol-len wir einander unsre Freude ja mittheilen: dennbesangen Hvraz und Pindar je ein edleres Themaedler?